Ich habe mich in diesem Forum schon vor einer Weile angemeldet um mich auf unseren Azorenurlaub vorzubereiten. Jetzt da wir wieder zurück sind, will ich auch endlich mal was schreiben, damit ich meinen Beitrag dazu leisten kann
Wir waren Ende Juni bis Anfang Juli für zehn Tage auf Sao Miguel zu Gast und ich kann nur Gutes wenn nicht sogar Bestes erzählen. Der sehr angenehme und gut betreute Flug ging fast schneller vorbei als man die letzten Kapitel des Reiseplaners lesen konnte.
Für den kompletten Aufenthalt hatten wir uns schon vorher einen schicken kleinen Mietwagen organisiert (da wir keine Kreditkarte hatten, mussten wir die Kaution allerdings bar hinterlegen). Zum Glück war er klein, denn die azoreanischen Städte bieten ja alles andere als großzügig angelegte Straßen und wer sich schon mal auf den z.T. einspurigen Landstraßen verfahren hat, weiß auch was ich meine.
Unser Hotel in Caloura war traumhaft schön gelegen und sehr komfortabel. Von dort aus haben wir unsere Ausflüge, bis auf die Whalewatching Tour, problemlos selbst organisiert, womit ich auch gleich zur selbigen komme.
Mit bedecktem Himmel aber grenzenloser Weitsicht waren wir mit einer Ganztagestour, inkl. Zwischenstopp mit Mittagessen, entlang der Südküste unterwegs und das mit Erfolg (Pottwale, Grindwale, Delfine und sogar ein Mondfisch streckte uns seine Rückenflosse entgegen).
Da man auf Sao Miguel vor allem gut wandern kann war das auch unsere Hauptbeschäftigung für die nächsten Tage. Allen voran die Wanderung um den Kraterrand bei Sete Cidades, heftig aber wunderschön und entlang der Nordost-Küste von einem Picknickplatz zum Nächsten. Man sollte ein bisschen Berg-und-Tal-Wandern gewöhnt sein. Während unseres Aufenthalts war das Wetter den ganzen Tag sehr wechselhaft, geregnet hat es aber nur an einem Tag für ca. zwei Stunden.
Das Interesse an den Städten hatten wir allerdings schon recht schnell verloren, da doch alle ziemlich ähnlich sind und Ponta Delgada fanden wir leider etwas zu laut. Der Hafen ist immernoch eine große Baustelle, denoch bekamen wir dort wirklich einfach einen Parkplatz direkt an der Hauptstraße, 5 Euro für einen halben Tag parken. Kostenlose Parkplätze gibt es weiter oben Richtung Solmar Einkaufszentrum. Vorsicht vor dem großen öffentlichen Parkplatz gegebüber der Marina, wenn man Pech hat, ist der am Nachmittag so voll, dass man nicht mehr rauskommt). In Villa Franca do Campo und Furnas wurde auch gerade, von weitem sichtbar, gebaut. Diese beiden sind aber dafür viel schöner und vor allem ruhiger als die Inselhauptstadt. Richtig toll fanden wir es in Ribeira Grande (mehrere kleine Läden mitten in den Altstadtbauten, am äußeren Ortsrand gibt es allerdings einige Industrieanlagen) und Ribeira Quente (traumhafter Strand und schöne Umgebung).
Die Inselbewohner waren alle sehr freundlich und das wird noch besser je weiter man sich von Ponta Delgada entfernt. Mit Englischkenntissen kamen wir gut zurecht und mit dem typischen Reisestandard-Portugiesisch gings noch besser.
Als vorletzten Punkt möchte ich das Essen ansprechen. Wir waren an jedem Tag in einem anderen Lokal und in jedem haben wir gut gegessen. Da die Entradas nur zwischen 1-2 Euro kosteten, haben wir auch da bedenkenlos zugegriffen, ebenso bei den Getränken (eineinhalb Liter Marken-Cola im Restaurant 2,50 Euro).
Last but not least das Thema Hygiene. Die Insel wird sehr gepflegt. Die Sanitären Anlagen sind meist älter aber sehr, sehr sauber. Das Meer ist klar und die Strände sind ebenfalls sauber.
Lange Rede kurzer Sinn. Da können wir hoffentlich mal wieder hin.
Achim