Jakobsweg auf Azorianisch
Verfasst: 22.02.2012, 09:13
Im Mai 2010 kam die Idee auf, den Wanderweg der Romeiros, der bekannten Fastenzeitpilger, auch touristisch anzubieten. Nun muss man wissen: Die azorianischen Romeiros haben keinen eigenen Wanderweg, sie bleiben auf den Küstenstraßen nebst Abzweigungen.
Als Gruppen mit rund 20 Teilnehmern können sie dies auch. Ich habe noch nie von einem diesbezüglichen Verkehrsunfall gehört.
Also wurde der Lissabonner Professor Vitor Ambrosio mit der Ausarbeitung eines Planes beauftragt. Wobei ich mich frage: Hatte man auf Sao Miguel keine geeigneten Leute? Etwa die Amigos dos Açores, die gute Fachleute haben und das Wanderwegenetz pflegen?
Nun ja, im vorigen Jahr hat man am Stadteingang von Ribeira Grande schon mal ein übergroßes Schild aufgestellt: Es zeigt zwei gekreuzte Pilgerstäbe und die Aufschrift „Caminho dos Romeiros“. (Ein Werbefoto versetzt die Tafel in ein Wiesental oberhalb vom Lagoa de Santiago, dorther würde der Weg aber niemals verlaufen.) Nun wird gemeldet, dass neben Ribeira Grande auch die übrigen Kreise der Insel mit der Ausarbeitung des 250 km langen Weges beginnen wollen. Die Romeiros selbst würden bei der Thematisierung eingeschaltet.
Abgesehen davon, dass es fast zwei Jahre dauerte, bis das Projekt von der Startphase an weiter vorangetrieben wird: Die Idee halte ich für gut. Allerdings müsste auf weiten Strecken ein eigener Pilgerweg erst noch gebaut werden. Und ebenso eine gewisse Infrastruktur. Man kann die Wanderer ja nicht über verkehrsreiche Straßen führen. Fromme Marienpilger wie weltliche Wanderer könnten als zusätzliche „sanfte“ Touristen auf die Insel kommen.
Die OTA, die Beobachtungsstelle für den azorianischen Tourismus, will sogar schon einen ersten Touristenpilger auf dem Weg gesehen haben. Er trug allerdings keinen Pilgerstab, sondern zwei Milchkannen.
hjh
Als Gruppen mit rund 20 Teilnehmern können sie dies auch. Ich habe noch nie von einem diesbezüglichen Verkehrsunfall gehört.
Also wurde der Lissabonner Professor Vitor Ambrosio mit der Ausarbeitung eines Planes beauftragt. Wobei ich mich frage: Hatte man auf Sao Miguel keine geeigneten Leute? Etwa die Amigos dos Açores, die gute Fachleute haben und das Wanderwegenetz pflegen?
Nun ja, im vorigen Jahr hat man am Stadteingang von Ribeira Grande schon mal ein übergroßes Schild aufgestellt: Es zeigt zwei gekreuzte Pilgerstäbe und die Aufschrift „Caminho dos Romeiros“. (Ein Werbefoto versetzt die Tafel in ein Wiesental oberhalb vom Lagoa de Santiago, dorther würde der Weg aber niemals verlaufen.) Nun wird gemeldet, dass neben Ribeira Grande auch die übrigen Kreise der Insel mit der Ausarbeitung des 250 km langen Weges beginnen wollen. Die Romeiros selbst würden bei der Thematisierung eingeschaltet.
Abgesehen davon, dass es fast zwei Jahre dauerte, bis das Projekt von der Startphase an weiter vorangetrieben wird: Die Idee halte ich für gut. Allerdings müsste auf weiten Strecken ein eigener Pilgerweg erst noch gebaut werden. Und ebenso eine gewisse Infrastruktur. Man kann die Wanderer ja nicht über verkehrsreiche Straßen führen. Fromme Marienpilger wie weltliche Wanderer könnten als zusätzliche „sanfte“ Touristen auf die Insel kommen.
Die OTA, die Beobachtungsstelle für den azorianischen Tourismus, will sogar schon einen ersten Touristenpilger auf dem Weg gesehen haben. Er trug allerdings keinen Pilgerstab, sondern zwei Milchkannen.
hjh