In den Azorendörfern reihen sich die Häuser oft viele hundert Meter lang aneinander, Haus an Haus, und immer wieder die typischen Janela-Porta-Janela-Häuser, Fenster - Türe - Fenster. Viele sind schon ruinös. Schmale Bürgersteige behindern die Fußgänger, schmale Fahrbahnen den Verkehr. Recht eintönig. Öffentliche Plätze und Kirchen schaffen da etwas Abwechslung.
Manche Orte legen Wert auf ein gepflegtes Erscheinungsbild. Mit Brunnen, Corretos, Denkmälern, Gartenanlagen, Blumenschmuck an den Häusern. Das sollte man fördern. Ohne hohe finanzielle Aufwendungen, aber mit viel Eigeninitiative. Etwa mit einem alljährlichen Wettbewerb um das schönste Dorf. In Deutschland hat ein solcher Wettbewerb enorm zur Verschönerung der Orte beigetragen.
Ob ich das auf den Azoren auch nochmals erleben werde?
hjh
Kein Ansporn für ein schöneres Azorendorf?
Re: A freguesia lindissima - das schönste Dorf
Heute lese ich, dass doch ein Anfang in diesem Bemühen gemacht wird. Es gibt eine Aktion "Eco-Gemeinde". Im vergangenen Jahr beteiligten sich 82 Gemeinden, dieses Jahr 131 Gemeinden. Zur Aufgabe dieser Aktion heißt es:
Hauptziel sei es, die Junta darin zu unterstützen, Reinigung, Entfernung und Abtransport von Unrat zu besorgen. Dazu gehöre auch die Reinigung der Bachläufe und Küstenlinien, die Teilnahme an Umweltprogrammen sowie Bewusstseinsbildung zum Umweltschutz und Umwelterziehung.
Bleibt zu hoffen, dass der Gemeinsinn auch andere Bereiche erfasst, etwa Gemeinschaftsaktionen bei der Anlagenpflege oder Verschönerung des eigenen Hauses durch Neuanstrich und Blumenschmuck. Dies gilt besonders für die älteren Reihenhäuser bzw. Kleine-Leute-Häuser. Viele deren Besitzer sind früher ausgewandert oder sind zu etwas Wohlstand gekommen und haben neu gebaut. Es fand sich bei deren minderer Wohnqualität kein neuer Mieter. Viele Häuser stehen leer und verfallen allmählich. Ein großes Problem in allen azorianischen Dörfern und Städten.
hjh
Hauptziel sei es, die Junta darin zu unterstützen, Reinigung, Entfernung und Abtransport von Unrat zu besorgen. Dazu gehöre auch die Reinigung der Bachläufe und Küstenlinien, die Teilnahme an Umweltprogrammen sowie Bewusstseinsbildung zum Umweltschutz und Umwelterziehung.
Bleibt zu hoffen, dass der Gemeinsinn auch andere Bereiche erfasst, etwa Gemeinschaftsaktionen bei der Anlagenpflege oder Verschönerung des eigenen Hauses durch Neuanstrich und Blumenschmuck. Dies gilt besonders für die älteren Reihenhäuser bzw. Kleine-Leute-Häuser. Viele deren Besitzer sind früher ausgewandert oder sind zu etwas Wohlstand gekommen und haben neu gebaut. Es fand sich bei deren minderer Wohnqualität kein neuer Mieter. Viele Häuser stehen leer und verfallen allmählich. Ein großes Problem in allen azorianischen Dörfern und Städten.
hjh
Re: A freguesia lindissima - das schönste Dorf
Kürzlich war ich auf der Kanalinsel Jersey. Was mich dort begeisterte, war der überreiche Blumenschmuck in allen Gärten, an den Häusern und auf öffentlichen Plätzen. Sie schufen ein idyllisches, anheimelndes Bild. Und überall Blumengärtnereien.
Und wie ist es auf unseren Azoreninseln? Gewiss, hier stürmt es stärker; und darauf muss Rücksicht bei der Bepflanzung genommen werden. Doch die meisten Häuser könnten noch viel schmucker aussehen, wenn an den Fensterbrüstungen oder an der Hauswand Blumen ranken würden und der Vorgarten blumenreich gestaltet wäre. Doch der Sinn dafür scheint vielen Azorianern abzugehen. Kennen Sie auf den Azoren auch nur einen einzigen Gartenbaumarkt mit einer größeren Auswahl an Blumen, Gehölzen und Bäumen, so wie sie in Deutschland alltäglich sind und auch jeder Einkaufsmarkt in reduzierter Auswahl führt?
Die Azoren könnten noch viel schöner sein, wenn die Azorianer auf dem eigenen Grundstück mit gutem Beispiel vorangingen. Doch wer lehrt sie dazu an? Schön, wenn die Residenten es ihnen vormachen würden.
hjh
Und wie ist es auf unseren Azoreninseln? Gewiss, hier stürmt es stärker; und darauf muss Rücksicht bei der Bepflanzung genommen werden. Doch die meisten Häuser könnten noch viel schmucker aussehen, wenn an den Fensterbrüstungen oder an der Hauswand Blumen ranken würden und der Vorgarten blumenreich gestaltet wäre. Doch der Sinn dafür scheint vielen Azorianern abzugehen. Kennen Sie auf den Azoren auch nur einen einzigen Gartenbaumarkt mit einer größeren Auswahl an Blumen, Gehölzen und Bäumen, so wie sie in Deutschland alltäglich sind und auch jeder Einkaufsmarkt in reduzierter Auswahl führt?
Die Azoren könnten noch viel schöner sein, wenn die Azorianer auf dem eigenen Grundstück mit gutem Beispiel vorangingen. Doch wer lehrt sie dazu an? Schön, wenn die Residenten es ihnen vormachen würden.
hjh
Re: Kein Ansporn für ein schöneres Azorendorf?
Einen bescheidenen Anfang hat die Azorenregierung seit 4 Jahren bezüglich “schöner Dörfer” gesetzt. Am Wettbewerb „ECO Freguesia, Freguesia Limpa” – „Öko-Gemeinde, saubere Gemeinde” haben sich im vergangenen Jahr 112 der 154 Azorengemeinden beteiligt. Immerhin ein Anfang: In Straßen und Dörfern ist tatsächlich fast aller Schmutz verschwunden. Und der alte Mitmachspruch „Açores limpas - Açores lindas” “Saubere Azoren – schöne Azoren” bewahrheitet sich. Allerdings wird es nun höchste Zeit, auch für die Verschönerung der Ortsbilder Anreize zu schaffen. Erfreulich ist: Die Dörfer bekommen langsam Farbe. Aufgefallen ist mir dies zum Beispiel in Salga und in der Küstenstraße von Ribeira Grande in Schwimmbadhöhe. Das etwas eintönige Weiß der Hausfassaden wandelt sich sukzessiv in bunte Farbtöne. Und da die Häuser wegen der oft feuchten Witterung alle paar Jahre gestrichen werden müssen, wird dieser Wandlungsprozess relativ schnell vollzogen werden.
hjh
hjh
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